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Quiz Antwort Frage 2

Dienstag, 12. Mai 2020

Grundsätzlich trifft erkrankte Arbeitnehmer keine Pflicht dem Arbeitgeber mitzuteilen, an welcher Krankheit sie leiden. Hieran ist im Falle einer Pandemie jedoch nur insofern festzuhalten, wie kein Infektionsrisiko für andere Arbeitnehmer besteht. Ein wirksamer Arbeitsschutz durch den Arbeitgeber ist nur dann möglich, wenn dieser Kenntnis von der Infektion hat. Die Arbeitnehmer treffen gem. §§ 15 Abs. 1, 16 Abs. 1 ArbSchG Rücksichtnahmepflichten, die dazu führen, dass eine diagnostizierte COVID-19 Erkrankung grundsätzlich anzuzeigen ist. Dies gilt nur dann nicht, wenn die erkrankte Person innerhalb der maximalen Inkubationszeit von 14 Tagen keinen persönlichen Kontakt zu anderen Mitarbeitern hatte. Die Mitteilungspflicht der erkrankten Person kann auch dann als gegeben angesehen werden, wenn Symptome vorliegen, die einen begründeten Verdacht auf eine COVID-19 Erkrankung begründen (siehe für die wesentlichen Parameter von COVID-19 https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html). Dem Arbeitgeber steht hinsichtlich COVID-19 auch ein arbeitsschutzrechtliches Auskunftsrecht gegenüber seinen Arbeitnehmern zu.

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